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Köln:Hochflur-Stadtbahnwagen K5000

Delivery: 2002-2003

Die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) betreiben mit über 285 km Linienlänge eines der größten Stadtbahnnetze Deutschlands.
Zur Vergrößerung und Erneuerung des Fahrzeugparks erhielt das Konsortium aus Bombardier Transportation (Talbot) und Kiepe Elektrik den Zuschlag zur Lieferung von 59 hochflurigen Stadtbahnwagen des Typs K5000.

Eine Option über weitere 87 Fahrzeuge ist Vertragsbestandteil. Darüber hinaus erhalten auch die Stadtwerke Bonn GmbH (SWB) 15 weitgehend baugleiche Fahrzeuge.

Mit der Auslieferung der neuen Hochflur-Fahrzeuge wurde im Frühjahr 2002 begonnen. Bis Ende 2003 werden alle bestellten Fahrzeuge auf den in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Linien und im städteverbindenden Betrieb nach Bonn im Einsatz sein.

Das Fahrzeugkonzept des K5000 entstand aus der konsequenten Weiterentwicklung des bewährten Niederflur-Stadtbahnwagens K4000. Der Einsatz einer großen Anzahl von Gleichteilen aus dem K4000 ermöglicht eine deutliche Vereinfachung der Ersatzteilhaltung, Wartung und Personalschulung.

Die neuen Fahrzeuge bieten ein Optimum an Komfort und Sicherheit für Fahrgäste und Bedienpersonal. Eine Fahrgastraum-Temperierungsanlage sorgt für ein angenehmes Klima im Fahrzeuginnenraum. Die Fahrerstände sind klimatisiert und entsprechend den Vorgaben der Berufsgenossenschaft ausgeführt. Zur Sicherheit der Fahrgäste sind vier Minikameras zur laufenden Überwachung des Fahrgastraumes in der Decke montiert.

Kiepe ist als Systemlieferant verantwortlich für die Projektierung, Lieferung und Inbetriebsetzung der gesamten elektrischen Ausrüstung der Hochflur-Fahrzeuge. Neben dem kompletten Antriebsstrang liefert Kiepe unter anderem die Bordnetzumrichter, die Klima- und Temperierungsanlage, das Diagnosesystem mit Datenfunkübertragung, das Fahrgast-Informationssystem sowie die Zugsicherungstechnik.

Jedes Fahrzeug ist mit zwei direkt an der Netzspannung betriebenen IGBT-Direkt-Pulsumrichtern ausgestattet. Diese speisen je zwei wartungsarme, voll abgefederte Drehstrom-Asynchronmotoren. Zur redundanten Versorgung des Bordnetzes sind zwei IGBT-Bordnetzumrichter vorhanden. Die Klima- und Temperierungsanlagen werden von zwei separaten IGBT-Hilfsbetriebeumrichtern versorgt. Alle Leistungsumrichter sind in gut zugänglichen Unterflurcontainern installiert. Diese können bei Bedarf leicht getauscht werden, wodurch z.B. im Fehlerfall eine schnelle Wieder-Indienstsetzung des betroffenen Fahrzeuges ermöglicht wird.

Die Mikroprozessorsteuerung mit integriertem Schleuder-/Gleitschutz gestattet ein ruckfreies Anfahren und Abbremsen der Fahrzeuge sowie ein rein motorisches Bremsen bis zum Stillstand. Die meisten Steuerungsfunktionen werden über ein serielles Datenbussystem auf CANopen-Basis abgewickelt. Alle sicherheitsrelevanten Funktionen werden zusätzlich mittels separater Steuerleitungen überwacht, die gleichzeitig die Rückfallebene bei Busausfällen bilden. Über den Zugbus ist eine Zugverbandsfahrt von bis zu vier Fahrzeugen möglich.

Download: Köln_K5000_429_D_neu.pdf (Size: 480.0 KB)