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Köln: Niederflur-Stadtbahnwagen K4000

Delivery: 1995-2002

Die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) betreiben ein ca. 270 Kilomenter langes Linienstreckennetz.
Auf den Betrieb der in Ost-West- Richtung verlaufenden Linien 1, 7, 8 steht seit März 1999 eine Flotte von 120 modernen Niederflur-Stadtbahnwagen vom Typ K4000 zur Verfügung.

Die Auslieferung dieser Fahrzeuge, bei deren Gestaltung die Belange der Fahrgäste, der Fahrer und des Wartungspersonals in den Vordergrund gestellt wurden, erfolgte in drei Losen zu je 40 Stück. Seit der Inbetriebnahme des ersten Fahrzeuges im September 1995 weisen diese zuverlässigen Fahrzeuge eine Gesamtlaufleistung von weit über 35 Millionen Kilometer auf. Im August 2000 entschied sich die KVB 4 weitere baugleiche Fahrzeuge zu bestellen.

Kiepe zeichnet sich als Systemlieferant verantwortlich für die Projektierung, Lieferung und Inbetriebsetzung der gesamten elektrischen Ausrüstung dieser Niederflur-Stadtbahnwagen. Neben dem kompletten Antriebsstrang lieferte Kiepe unter anderem die statischen Bordnetzumrichter, das Fahrgast-Informationssystem sowie die Heizungs- und Lüftungsanlage. 

Insbesondere bei der Antriebstechnik wurden elektronische Systeme eingesetzt, die hinsichtlich Gewicht, Energieverbrauch und Wartungsaufwand Maßstäbe setzten. Aufgrund der positiven Erfahrungen wurden diese Komponenten auch bei der Herstellung ähnlicher Fahrzeuge eingesetzt und finden sich beispielsweise auch in den Fahrzeugen der Städte Düsseldorf (NF-GT-L), Saarbrücken (S1000) und Croydon (CR4000) wieder. 

Weiterentwickelte Komponenten des K4000 werden in den hochflurigen Stadtbahnwagen der Serie K5000 eingesetzt.

Jedes Fahrzeug ist mit zwei direkt am Netz betriebenen GTO-Puls-Wechselrichtern ausgestattet. Diese speisen je zwei wartungsfreie, voll abgefederte Drehstrom-Asynchronmotoren in gekapselter, eigenbelüfteter Bauart. Mit diesem Antriebskonzept ist unter anderem eine Energie-Rückgewinnung von ca. 35 % möglich.

Die Mikroprozessorsteuerung mit integrierter Schleuder- und Gleitschutzfunktion gestattet ein ruckfreies Anfahren und Abbremsen der Fahrzeuge. Der Fahr-/Brems-Steuerschalter ist mit einer Tempomatfunktion ausgerüstet, die dem Fahrer die Bedienung der Fahrzeuge erleichtert. Die meisten Steuerungsfunktionen werden über ein serielles Datenbussystem mit Datenprotokoll nach CAN Standard abgewickelt. Alle sicherheitsrelevanten Funktionen werden zusätzlich mittels separater Steuerleitungen überwacht, die gleichzeitig eine Rückfallebene bei Busausfällen bilden. Über den Zugbus ist eine Zugverbandsfahrt von bis zu vier Fahrzeugen möglich.

Für die Bordnetz-Stromversorgung kommen je zwei statische Bordnetzumformer in Modulbauweise mit IGBT-Technik zum Einsatz, die ebenso wie die anderen elektronischen Kiepe-Produkte mit dem Diagnosesystem ausgerüstet sind. Dieses durchgängige Diagnosesystem kann ebenfalls als Meilenstein in der Entwicklung der Antriebssysteme bezeichnet werden.

Download: Koeln_K4000_299.pdf (Size: 583.0 KB)